Herbstnebel

•29. Oktober 2009 • Kommentar schreiben

Der berühmt-berüchtigte Nebel hat Konstanz schon wieder voll im Griff. Heute habe ich eine dicke Nebelwolke auf frischer Tat ertappt, als sie sich gerade über Konstanz gelegt hat:

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vorher/nachher

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Nebel2

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David Gray

•26. Oktober 2009 • Kommentar schreiben

… begleitet mich heute nachmittag …

Literaturtage Konstanz – Angelika Overath

•20. Oktober 2009 • Kommentar schreiben

Am Samstag war ich bei der Lesung von Angelika Overath – Flughafenfische. Passend zum Buch fand die Lesung im Hangar am Konstanzer Flugplatz statt, man saß neben einem Ultraleichtflugzeug, und das Lesepult war ein umfunktionierter Flugzeugflügel. Die passende Atmosphäre also für den Roman, in dem von Begegnungen verschiedener Personen an einem riesigen Riff-Aquarium in einem großen Flughafen erzählt wird.
Angelika Overath hat eine sehr bildliche Erzählsprache, für meine Begriffe teilweise fast zu symbolisch, so dass man manchmal fasst die Aussage verpasst, die mit einer dicken Schicht  Bildern verdeckt ist.
Sehr schön fand ich aber, wie der Ex-Mann der Protagonistin beschrieben wird: als „bügelfreien Mann“, glatt und immer sehr gut angezogen,  und als Pilot scheinbar der Welt enthoben.
Ich weiß noch nicht, ob ich das Buch später noch ganz lesen werde – aber Auszüge daraus in einer Flughafenhalle zu hören, war auf jeden Fall ein schönes Erlebnis.
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Spätsommer am Bodensee…

•13. Oktober 2009 • Kommentar schreiben

Ich habe schon lange nicht mehr geschrieben, weil mir zur Zeit sowohl die Inspiration als auch die Muße fehlt. Am Wochenende war ich in München, und ich würde gerne wie immer ein paar schöne Fotos hochladen, aber diesmal ist kein einziges Foto entstanden, weil es die ganze Zeit geregnet hat. Aber der Besuch im Deutschen Museum war toll! man glaubt es kaum, aber ich bin irgendwie in der Physikabteilung hängen geblieben. In diesem Museum könnte ich Tage verbringen, so spannend sind die Dinge dort aufgemacht. Wie selbstverständlich man doch viele Dinge benutzt, ohne genau zu wissen wie sie funktionieren…

Da ich keine Bilder von München habe, gibts stattdessen noch ein paar Spätsommer-Bodenseebilder. Vor kurzem haben wir der gegenüberliegenden Seeseite einen Besuch abgestattet, erst die Aussicht vom Haldenhof aus genossen, dann unterwegs bei einem Obststand eine Riesenmenge Zwetschgen für Zwetschgenkuchen gekauft, und schließlich in Dingelsdorf direkt am See noch Kaffee und Kuchen gegessen …

 

Dingelsdorf

Dingelsdorf

Die letzten Sommerstunden genießen (am Steg in Dingelsdorf)

gerade gelesen…

•29. September 2009 • Kommentar schreiben

und ganz begeistert davon: Gustav Meyrink – Der Golem.
Ideal für die kommenden nebligen und unheimlichen Herbstabende!!

Meine Zeit in Stuttgart – eine Bilanz

•12. September 2009 • Kommentar schreiben

Nun ist sie rum, meine schöne Zeit in Stuttgart! Zeit also, eine kurze Bilanz zu ziehen:
Obwohl ich nur 3 Monate dort war, fällt mir jetzt der Abschied wieder schwer: ich habe viele nette Leute und eine tolle Stadt kennengelernt! Ich habe einiges in Stuttgart unternommen, aber leider hab ich es nicht ganz geschafft, meine zugegebenermaßen ziemlich lange To-Do Liste der Dinge die ich noch in Stuttgart sehen wollte, vollständig abzuhaken.

Nach Feierabend bin ich oft durch durch die Königsstraße, über den Schloßplatz, die Kulturmeile und durch den Schloßpark gebummelt. Gerade die Kulturmeile und der Schloßpark haben mir am besten gefallen: in der Mittagspause habe ich oft die Schildkröten im Teich im Schl0ßpark besucht und bin unter den alten Bäumen spazieren gegangen.

Auch das Weinbaumuseum Stuttgart habe ich natürlich sehr genau kennengelernt, und habe viel neues über Wein und Weinanbau, über die Stuttgarter Weintradition und die Stuttgarter Weinberge erfahren. Die Weinwanderung zur Württembergischen Grabkapelle (von dort hat man eine sehr schöne Aussicht über Stuttgart) hat mir sehr gut gefallen. Auch die Krimilesung von „Bienzle Kommissar“ Dietz-Werner Steck und Drehbuchautor Felix Huby fand im Weinbaumuseum statt, und so hatte ich die Gelegenheit, eine bekannte Persönlichkeit Stuttgarts live zu erleben. Und Bei mehreren Weinproben und auf dem Stuttgarter Weinfest konnte ich feststellen, dass der Württembergische Wein viel besser ist als ich immer gedacht habe!

Außerdem war ich im Theater, in „Elvis lebt. Und Schmidt kann es beweisen“.  Das Stück hat mir gut gefallen, obwohl ich nicht unbedingt ein großer Harald Schmidt Fan bin. Es war eine wilde Mischung aus Theater, politischem Kabarett und  Musical, mit rasant durcheinandergeworfenen Themenschnipseln über die RAF, Elvis, Stuttgarter Theatergeschichte, Goethe, Brecht, Hitler und Memphis… ziemlich anspruchsvoll und sehr unterhaltsam!

Auch in dem hübschen Schillerstädtchen Marbach war ich, allerdings hat es hier nur für einen kurzen Stadtbummel gereicht.  Ins LIMO, (Literaturmuseum der Moderne) und ins Schillermuseum habe ichs leider nicht geschafft, das muss ich aber unbedingt noch irgendwann nachholen.

Außerdem war ich im Kunstmuseum Stuttgart, die Sammlung des Museums ist sehenswert, insbesondere die Otto-Dix Sammlung. Die Staatsgalerie habe ich mir ebenfalls angesehen, auch hier lohnt sich die Sammlung des Museums. Die beiden Sonderausstellungen „Film und Foto – Eine Hommage“, die die große Film- und Fotoausstellung des Werkbundes von 1929 nachstellt, und „Wie wohnt die Königin? Das Olga-Album“, waren beide nicht so unbedingt sehenswert.

Der Besuch im Planetarium hat mir ebenfalls sehr gut gefallen – gibt es etwas schöneres als sich in einem bequemen Sessel zurückzulegen, in einen großen Sternenhimmel zu schauen und sich dabei etwas über Astronomie erzählen zu lassen?

Leider habe ich es nicht geschafft, in die Oper zu gehen, denn da kam mir leider die Sommerpause dazwischen. Außerdem stehen noch das Lindenmuseum, das Deutsche Literaturmuseum, die Wilhelma und der Fernsehturm auf meiner Liste. Ich muss also bald mal wieder nach Stuttgart!

Zum Abschied gibts noch ein paar Fotos vom Schlossplatz und der Kulturmeile:

das Neue Schloss

die Jubiläumssäule

der Schlossplatz

Herzog Christoph von Württemberg :-)

das Kunstmuseum

auf dem Schlossplatz

die Oper

Literaturtage Nordschwarzwald – Peter Härtling

•6. September 2009 • Kommentar schreiben

Am Freitag war ich bei der Eröffnungsveranstaltung der Literaturtage Nordschwarzwald in Freudenstadt. Zum Auftakt kam gleich der bekannteste Autor zu Wort: Peter Härtling, der seit 1974 als freier Schriftsteller arbeitet und hauptsächlich durch seine Kinderbücher Das war der Hirbel und Ben liebt Anna berühmt wurde. Er hat aber auch Erwachsenenromane, Gedichte und Essays geschrieben; am Freitag las er einige Gedichte, und Ausschnitte aus seinem neuesten Buch, O’Bär an Enkel Samuel. Eine Erzählung mit fünf Briefen vor. In dem Buch geht es um eine enge Beziehung zwischen Enkel und Opa,und wie der Enkel bei seinen ersten Sprechversuchen den Opa inspiriert und ihm hilft, seine Schreibblockade zu überwinden. Das Buch ist sehr behutsam und lustig geschrieben, und ich habe es auf meine Liste der „noch zu lesenden Bücher“ gesetzt. Peter Härtling hat eine sehr angenehme Erzählstimme, der man stundenlang zuhören kann.  Auch die musikalische Umrahmung mit Werken von Schubert hat sehr schön gepasst. Und der pünktlich vor dem Veranstaltungsbeginn einsetzende heftige Regen und der eiskalte Wind in Freudenstadt ließen schon eine herbstliche Stimmung aufkommen, genau richtig also für gemütliche Leseabende …

Um euch auch ein bisschen Lust aufs Lesen zu machen, hier das Gedicht, das mir bei der Lesung am Freitag am besten gefallen hat:

Der letzte Elefant

Ich bin der letzte Elefant.
Vor hundert Jahren fand
Mich ein schwarzer Prinz und band
An seinen Traum mich fest.
Der Prinz ist tot. Und meine Haut
Ist schwarz, vom Wetter angeraut.
Auf meinem Rücken war ein Haus gebaut-
Dort saß mein Prinz und hielt mich fest.
Ich konnte tanzen. Ich war leicht.
Man hat mich einst von Hof zu Hof gereicht:
Seht diesen Elefanten, dem kein andrer gleicht!
Und zog mir bunte Decken über für das Fest.
Dann kam der Brand, der Elefantentod.
Die Wälder sanken ein, und auch die Märchen starben.
Die Häuser wurden schwarz, die Erde rot-
Das letzte Fest war wild in seinen Farben.
Die Prinzen starben und die Löwen auch.
Die Tore schlugen zu, das Reich zerfiel.
Der Zauberer versuchte es mit Götterrauch,
Doch jenem Gott war’s nur ein Spiel.
Ich bin der letzte Elefant.
Mein Prinz ist tot. An einem Strand,
Wo ich die Wälder nicht mehr fand
Hüt ich den letzten Baum.
Da singt kein Vogel. Nur der Wind.
Und Sand macht meine Augen blind.
Vielleicht nimmt einmal doch ein Kind
Mich mit in seinen Traum.

~Peter Härtling

Weinwanderung in Stuttgart-Uhlbach

•27. August 2009 • 1 Kommentar

Vorletztes Wochenende war ich ein bisschen auf dem Weinwanderweg in den Weinbergen um Uhlbach unterwegs. Und danach gabs natürlich ne leckere Weinprobe!

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Literaturprojekte im Internet

•25. August 2009 • Kommentar schreiben

Bücherläden gehören definitiv zu meinen Lieblingsorten. Ich liebe es, stundenlang in Buchgeschäften zu stöbern, Klappentexte zu lesen, schöne Bildbände vorsichtig aufzuschlagen, mir gedanklich Listen zu erstellen, welche Bücher ich als nächstes lesen will, und bei möglichen Kaufkandidaten schon mal die ersten paar Seiten zu überfliegen.
Ganz andere Möglichkeiten bietet das Internet: verschiedenste literarische Projekte und eine sich täglich vergrößernde Auswahl von Kurzgeschichten, Essays, Hörbüchern und Gedichten von bekannten und unbekannten Autoren. Auch hier kann man nach Lust und Laune stöbern, und sich neue Ideen und Lust auf Literatur und den nächsten Besuch im Bücherladen holen.

Ein sehr interessantes Projekt im Internet ist zum Beispiel dieses hier:
www.dreiundzwanzigvierzig.de/

In diesem Projekt soll ein sogenanntes „kollektives Gedächtnis“ erstellt werden. Hierzu ist jeder Besucher der Seite aufgerufen, einen kurzen Beitrag über eine besondere Erinnerung verfassen und sie einer Uhrzeit zuzuordnen. Abrufbar ist die Erinnerung dann aber nur wenn man genau zu der zugeordneten Uhrzeit auf die Seite kommt. So soll laut Einführung „ein Tag in vieler Leben“ entstehen; jedes Mal wenn man auf der Seite vorbeisurft, kann man neue Erinnerungen entdecken.
Besonders interessant finde ich, dass man nur zu den jeweils bestimmten Zeitpunkten auf die Beiträge zugreifen kann. Nicht viel anders ist ja auch unser eigenes Empfinden von Zeit: unsere Wahrnehmung des Jetzt dauert ja bekanntlich nicht länger als ein paar Minuten, bevor die eben abgelaufene Zeit als Vergangenheit verbucht wird und wir ein neues Jetzt wahrnehmen, und auf das vorherige Jetzt keinen Einfluss oder Zugriff mehr haben.
Und auch unser Gedächtnis funktioniert so ähnlich: wir haben ja auch nicht ständig und beliebig die Möglichkeit auf alle unsere Erinnerungen zuzugreifen, sondern oft bedarf es eines auslösenden Moments, der in uns eine bestimmte Erinnerung hervorruft. Andere Erinnerungen wollen einem einfach manchmal partout nicht einfallen (besonders in Prüfungssituationen), sie verschwinden für vielleicht längere Zeit oder sogar für immer.
Ein intelligent gemachtes und interessantes interaktives Projekt also, bei dem es sich lohnt, ab und zu mal vorbei zu schauen, oder selbst einen Beitrag zum großen Erinnerungsmosaik zu leisten.

Film: Maria, ihm schmeckt’s nicht!

•21. August 2009 • Kommentar schreiben

Der Film erzählt die Geschichte der Hochzeit vom Deutschen Jan mit der Halbitalienerin Sara.  Der italienische Vater der Braut lässt es sich nicht nehmen, die Hochzeit in seinem kleinen Heimatort Campobello in Süditalien auszurichten, wo dann auch prompt der eher zurückhaltende Jan mit der riesigen, temperamentvollen italienischen Familie von Sara zusammenprallt. Probleme machen ihm neben der chaotischen italienischen Bürokratie auch seine Meeresfrüchteallergie und ein großes grünes Gummikrokodil im Schlafzimmer…
Wer jetzt sofort an My Big Fat Greek Wedding denken muss, liegt gar nicht so falsch. Die etwas überspitzten Charaktere und die lustigen, absurden Situationen, die aus den Sprachproblemen und kulturellen Unterschieden entstehen, erinnern teilweise schon sehr stark daran. Der große Unterschied ist aber, dass Maria, ihm schmeckt’s nicht! über bloßen Slapstick und oberflächliche Witze hinauskommt, und auch etwas tiefgreifendere Probleme anspricht. Jans eher lustigen Schwierigkeiten werden immer wieder die Probleme des italienischen Vaters gegenübergestellt, sich entgegen aller Vorurteile und Rassismus in Deutschland einzuleben. Dadurch erhält der Film eine ernsthafte Note und gewinnt im Vergleich zu My Big Fat Greek Wedding deutlich an Tiefe und Menschlichkeit.

Alles in allem ein sehr unterhaltsamer, positiver und lustiger Film, der sich anzusehen lohnt, wenn auch das Thema nicht gerade neu ist.

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Copyright Constantin Film