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Literaturtage Konstanz – Angelika Overath

20. Oktober 2009

Am Samstag war ich bei der Lesung von Angelika Overath – Flughafenfische. Passend zum Buch fand die Lesung im Hangar am Konstanzer Flugplatz statt, man saß neben einem Ultraleichtflugzeug, und das Lesepult war ein umfunktionierter Flugzeugflügel. Die passende Atmosphäre also für den Roman, in dem von Begegnungen verschiedener Personen an einem riesigen Riff-Aquarium in einem großen Flughafen erzählt wird.

Angelika Overaths Roman hat eine schöne, subtile Metaphorik, das Aquarium spiegelt das Durcheinander der Reisenden im Flughafen, das Alleinsein zwischen vielen. Wie exotische Fische gleiten die Reisenden durch das gläsernde Flughafengebäude, zielstrebig, fremd, kommunikationslos, ohne einander zu begegnen.  Während dieser Vergleich sehr gelungen ist, ist Overaths Sprache an anderen Stellen für meine Begriffe zu überladen. Scheinbar bedeutungsschwer und verschnörkelt, bleiben die bildhaften Beschreibungen manchmal ohne eine wirkliche Aussage.  Andere Textauszüge wiederum haben mir sehr gut gefallen, beispielsweise wie der Ex-Mann der Protagonistin beschrieben wird: er ist ein „bügelfreier Mann“, glatt und immer sehr gut angezogen,  und als Pilot scheinbar der Welt enthoben.
Ich weiß noch nicht, ob ich das Buch später noch ganz lesen werde – aber Auszüge daraus in einer Flughafenhalle zu hören, war auf jeden Fall ein besonderes Erlebnis.
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