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Twain, Mark: A Connecticut Yankee in King Arthur’s Court

Buchbesprechung – Rezension

Der Roman erzählt die Geschichte des Amerikaners Hank Morgan: dieser ist Ingenieur im Connecticut des 19. Jahrhunderts. Eines Tages wird er bei einer Schlägerei k.o. geschlagen und erwacht danach in England im Jahre 528 n.Chr. Dort landet er am Hofe von König Arthur, wo er einiges an lustigen,  spannenden und düsteren Abenteuern erlebt und damit beginnt, fortschrittliche Ideen und technische Errungenschaften  zu verbreiten, bevor er schließlich am Ende des Romans wieder in die USA des 19. Jahrhunderts zurück geschickt wird. Der Roman entstand 1889 und ist damit einer der ersten Science-Fiction Romanen; insbesondere ist er der erste Science-Fiction Romane in denen ein Zeitreisender aus der Zukunft die Vergangenheit verändert.

Der Roman ist in zwei Teile aufgeteilt: während der erste lustig und unterhaltsam den Aufeinanderprall von Yankee und Mittelalter beschreibt, wandelt sich das Buch im zweiten Teil und wird zu einer düsteren Gesellschaftssatire.

Das tiefste, dunkelste Mittelalter aus der Sicht eines Amerikaners des 19.Jahrhunderts – das verspricht einiges an lustigen Begebenheiten und Szenen – und Mark Twain enttäuscht den Leser was das angeht wirklich nicht: ich musste mich mehrmals zusammenreißen, um nicht im Zug laut loszulachen. Es gibt wirklich ein paar sehr lustige und absurde Szenen, die an Mark Twains humorvolle Kurzgeschichte The Celebrated Jumping Frog of Calaveras County Auch am Anfang dieses Romans kommt Mark Twains ironischer Humor voll zur Geltung.
Nicht gefallen hat mir, dass sich die Handlung teilweise sehr in die Länge zieht: eine ordentliche Spannungskurve fehlt. Stattdessen wirken die einzelnen Abenteuer, die Hank jedes Mal dank seines technisch überlegenen Wissens spektakulär besteht, eher sinnlos aneinandergereiht.

Sozial kritisch wird einerseits die mittelalterliche Lebenswelt und Politik unter die Lupe genommen: sie wird als äußerst grausam, rückständig und vor allem unsozial dargestellt. Andererseits wird der Kapitalismus kritisch betrachtet: die von Hank betriebene Kapitalisierung, Bildung, Demokratisierung und Industrialisierung ist schließlich zum Scheitern verurteilt und endet in einem riesigen Massaker der Ritter.
Von manchen Rezensionen wird dieser Roman als „brilliante Sozialsatire“ bezeichnet.  – meiner Meinung nach wird die Kritik viel zu aufdringlich geübt: Der Leser muss vor allem seitenweise kapitalistische Polemik über sich ergehen lassen, die heutzutage schon ein wenig eingestaubt wirkt.
Grundsätzlich also schon eine gelungene Gegenüberstellung und Herausarbeitung der sozialen Problematik: aber meiner Meinung nach viel zu aufdringlich und langwierig und damit über große Teile nicht gerade leserfreundlich.

Fazit:

Es steckt einiges in diesem Buch – sowohl an Unterhaltung als auch an intelligenter, scharfsinniger Gesellschaftssatire. Allerdings braucht man einen langen Atem und muss einiges an pamphletartigem Monolog über sich ergehen lassen.

Auf der Seite der University of Virginia gibt es den Roman als e-Text.

Connecticut-Yankee-in-King-Ar

Penguin Classics; Auflage: Reprint (28. Februar 1972), 416 S. , Englisch
10,99 €
ISBN: 0140430644

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